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Städtepartnerschaftsjubiläum 2015

25 Jahre Bad Liebenstein



Freundschaft braucht Wurzeln

Melsunger spenden zum 25. Jubiläum der Partnertschaft
Linde für Liebensteiner Stadtpark


von Manfred Schaake









Freundschaft braucht Wurzeln: Unter diesem Motto stand die Festveranstaltung zum
25-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft Melsungens mit Bad Liebenstein.
Im Stadtpark des Heilbades pflanzten die Melsunger eine Winterlinde.
Von links: Martin Gille und Reinhild Vogt vom Städtepartnerschaftsverein, die Bürgermeister Markus Boucsein
und Dr. Michael Brodführer sowie Ehrenbürgermeister Dr. Ehrhart Appell, Initiator der Partnerschaft.



Zum 25. Jahrestag der Städtepartnerschaft zwischen Melsungen und Bad Liebenstein im Wartburgkreis haben beide Städte in Urkunden die Fortsetzung der guten Beziehungen besiegelt.
44 Melsunger nahmen am Freitag an den Feierlichkeiten in Bad Liebenstein teil. Die Blechbarten bekamen viel Beifall.









Handschlag auf die Fortsetzung der Partnerschaft: Die Bürgermeister Dr. Michael Brodführer, links,
und Markus Boucsein, rechts, mit Martin Gille und Frank Eberlein von den Partnerschaftsvereinen
nach dem Unterzeichnen der Urkunden.








Viel Beifall gab es für die Blechbarten aus Melsungen. Sie begleiteten die Festveranstaltungen zum
Tag der Einheit in Bad Liebenstein musikalisch. Als sie am späten Abend zum Schluss
„Freude schöner Götterfunken” und „Heidi” anstimmten, waren Gäste und Gastgeber
hellauf begeistert und sich einig: „Es war ein schöner Tag.”



Melsungen/Bad Liebenstein. So gut wie das Wetter an diesem goldenen Oktobertag war auch die Stimmung bei der Festveranstaltung der Stadt Bad Liebenstein zum Tag der Deutschen Einheit und dem 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit Melsungen. Die Bürgermeister beider Städte und die Mitglieder der Partnerschaftsvereine sind sich einig, „die erfolgreiche und lebendige Freundschaft zwischen Bad Liebenstein und Melsungen fortzuführen”. So der Wortlaut in einer im Palais Weimar unterzeichneten Urkunde.

Freundschaft braucht Wurzeln. Das wird auf einem Schild neben einer Winterlinde stehen, die die Melsunger für den Stadtpark gespendet haben. Der Baum, sagte Liebensteins Bürgermeister Dr. Michael Brodführer, habe den schönsten Blick auf Liebenstein, die Burgruine. Die Wurzeln seien schon vor 25 Jahren angegangen, betonte sein Melsunger Kollege Markus Boucsein.

„Es ist sehr gut, dass diese Partnerschaft nicht eingeschlafen ist wie viele andere”, sagte gegenüber der HNA Fritz-Eberhard Reich (71), von 1990 bis 1994 der erste frei gewählte Bürgermeister Bad Liebensteins. Er und andere Redner würdigten Dr. Ehrhart Appell als den Initiator der Partnerschaft. Er war von 1969 bis 1993 Melsunger Bürgermeister und leistete danach über fünf Jahre lang von Erfurt aus Aufbauhilfe in Thüringen. Keiner hatte im Osten Ahnung von kommunaler Selbstverwaltung, sagte Reich. Melsungen habe vorbildlich geholfen.

Dr. Appell erinnerte in seinem Festvortrag daran, dass er bereits in den 1980er Jahren mehrmals Schmalkalden angeschrieben hatte. Er bekam nie eine Antwort, weil die Ost-Gemeinden Briefe aus dem Westen ungeöffnet an die DDR-Regierung schicken mussten. Dann kam Appell auf Bad Liebenstein, erfuhr von seiner Kollegin Gisela Schneider, dass das Heilbad Interesse an einer Verbindung mit Melsungen hatte. Zehn westdeutsche Städte wollten Partner Liebensteins werden. Aber Schneider meinte: „Nach Melsungen können wir mit einer Trabi-Füllung hin und zurück fahren.”

Appell schilderte die vielfältigen Verbindungen und auch die persönlichen und familiären Kontakte, die sich entwickelten. Im Liebensteiner Kurtheater und bei einem Gottesdienst am Samstag in der Melsunger Stadtkirche schilderte Appell den 9. November 1989 so: „Ein ungewohnter, süßlicher Duft lag über Melsungen, der von vielen knatternden Trabis stammte, und der thüringische Tonfall war nicht zu überhören. Die Besucher wurden mit offenen Armen empfangen und eingeladen.”


Stadt musste sich das Begrüßungsgeld borgen

Für Besucher aus dem Osten gab es im Westen Begrüßungsfeld. Die Stadtverwaltung Melsungen meinte 1989 nach der Grenzöffnung, sich mit ausreichend Bargeld eingedeckt zu haben. Weit gefehlt, plauderte Ehrenbürgermeister Dr. Appell aus dem Nähkästchen: „Wir brauchten Nachschub – aber woher? Am Wochenende waren die Banken geschlossen. Und so bettelte ich meinen Freund Karl Reimbold an, der seinen Edeka-Supermarkt geöffnet, inzwischen Unmengen der in der DDR so heiß begehrten Südfrüchte und Kaffee verkauft hatte und der Stadt größere Summen zur Verfügung stellen konnte. Das Begrüßungsgeld wurde also richtig recycelt.” Melsungen habe nach der Wende 6000 Besucher mit je 120 M-Mark erfreuen können.


Mit Bad Liebenstein am lebendigsten

Melsungen habe fünf Städtepartnerschaften bis nach Afrika. Aber die mit Bad Liebenstein sei die lebendigste. Das sagte bei den Feierlichkeiten Martin Gille, stellvertretender Vorsitzender des Melsunger Städtepartnerschaftsvereins. Er hoffe, dass diese Partnerschaft „auch in den nächsten 25 Jahren so aktiv gelebt wird.” „Wir tun alles dafür, dass sie lebendig bleibt”, betonte Frank Eberlein, Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Bad Liebenstein.

Bürgermeister Dr. Michael Brodführer bezeichnete die Wiedervereinigung als einen großen Gewinn „für unser vormals geteiltes Vaterland”. Allerdings sei der Weg zu den „blühenden Landschaften” ein steiniger Weg. „Melsungen hat eine intensive Partnerschaft mit Liebenstein aufgebaut und lebt sie bis heute”, lobte Brodführer unter Hinweis auf viele gemeinsame Veranstaltungen.

Melsungens heutiger Bürgermeister Marcus Boucsein hatte Bad Liebenstein schon im Sommer 1990 kennengelernt. Mit dem Großvater seiner heutigen Frau war er „rübergefahren”, um in Kneipen in Bad Liebenstein, Bad Salzungen und anderswo Malsfelder Löwenbier anzubieten, berichtete er beim Festakt. Der Großvater war damals ehrenamtlicher Aufsichtsratsvorsitzender der Brauerei und habe erkannt: „Hier gilt es, einen neuen Markt zu erschließen.” (m.s.)


Geprägt von Frieden und Freiheit

„Auch zukünftig wollen wir uns für den Erhalt unserer Beziehungen einsetzen und den kulturellen und bürgerschaftlichen Austausch zwischen unseren Städten pflegen.” Das steht in einer Urkunde, die die Bürgermeister Markus Boucsein (Melsungen) und Dr. Michael Brodführer (Bad Liebenstein) am Vorabend des Tages der Deutschen Einheit unterzeichnet haben. Für die Städtepartnerschaftsvereine unterschrieben Martin Gille (Melsungen) und Frank Eberlein (Bad Liebenstein). Alle vier bekunden „die innige Verbundenheit unserer Städte und ihrer Bürger”. In der Urkunde heißt es weiter: „Unsere Freundschaft möge für alle Zeit von gegenseitiger Wertschätzung, Frieden und Freiheit geprägt sein.” (m.s.)


Das sagt Reinhild Vogt

In die Partnerschaft zwischen Melsungen und Bad Liebenstein sollten künftig jüngere Einwohner beider Städte einbezogen werden. Das hat Reinhild Vogt, im Melsunger Städtepartnerschaftsverein Beauftragte für Bad Liebenstein, im HNA-Gespräch angeregt. Vogt: „Im Moment laufen die Begegnungen ja überwiegend auf der Schiene 60 Plus – also der Generation, die keinen gemeinsamen deutschen Staat in ihrer Jugend erlebt hat. Wünschenswert wären Jugendcamps zum Beispiel im Sport und ein kultureller Austausch zwischen neu einzubindenden Vereinen beider Städte.”

Wird es diese Städtepartnerschaft auch in 25 Jahren noch geben? Reinhild Vogt: „Sicher nicht in der jetzigen Form. Es wächst ja eine Generation heran, für die ein gemeinsamer deutscher Staat selbstverständlich ist. Ausschlaggebend wird sein, wie es gelingt, das Interesse an einer weiteren Freundschaft zu wecken und zeitgemäß umzusetzen.”

Für besondere Verdienste um die Partnerschaft zeichnete Reinhild Vogt Horst Diele, Jürgen Nothnagel und Heide Munk mit einem herzlichen Dank und Geschenken aus. (m.s.)


von Manfred Schaake
















Dank für langes Engagement für die Partnerschaft:
Reinhild Vogt, rechts, ehrte namens des Melsunger Städtepartnerschaftsvereins Horst Diele,
Jürgen Nothnagel und Heide Munk.













Gruppenbild in der Abendsonne:
Ein Teil der Gäste aus Melsungen vor dem Hotel Kaiserhof, dem früheren Kurhaus des Heilbades Liebenstein.


























































© Text und Fotos: Manfred Schaake





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