Die Vorsitzende des Vereins „Freunde der Städtepartnerschaft“ in Todi, Marisa Giontella, lud den Städtepartnerschaftsverein Melsungen anlässlich des 40-jährigen Jubiläums unserer Freundschaft nach Todi ein. Zeitgleich feierte auch Dreux das 65-jährige Bestehen seiner Städtepartnersschaft mit Todi.
Als offizielle Delegation aus Melsungen reiste Stadtrat Alexander Katzung in Vertretung des Bürgermeisters an. Auch Sunita Schröder, Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins, sowie acht weitere Mitglieder folgten der Einladung nach Todi.
Am 11. Oktober wurde im Kreuzgang des Liceo Jacopone da Todi eine Ausstellung über die Partnerstädte Todis eröffnet. Jede Partnerstadt wurde dort mit Bildern und Texten vorgestellt, und die angereisten Delegationen wurden persönlich begrüßt.
Im Anschluss versammelten sich die offiziellen Vertreter der Partnerstädte am Fuße der Rathaustreppe und zogen, begleitet von Trommlern, gemeinsam in den eindrucksvollen Sitzungssaal des Rathauses ein.
Der Bürgermeister von Todi, Antonino Ruggiano, die Stadträtin Raffaella Pagliochini sowie die Abgesandten aller Partnerstädte betonten, wie wichtig gerade in der heutigen Zeit der freundschaftliche Zusammenhalt zwischen unseren europäischen Ländern ist. Verständigung und persönlicher Austausch sind heute von unschätzbarem Wert.
Für Melsungen sprachen Alexander Katzung und Sunita Schröder. Ihre Beiträge wurden von Dr. Jochen Sturm übersetzt, der sich seit 1977 eng mit Todi verbunden fühlt. Sie berichteten von den vielen wertvollen Begegnungen, der gewachsenen Freundschaft und dem gelebten Zusammenhalt sowie von der Bedeutung der Städtepartnerschaft bis in die heutige Zeit.
Anschließend wurde das Freundschaftsprotokoll unterzeichnet, das nach 40 Jahren erneut den Willen bekräftigt, die enge Verbindung zu Todi weiterzuführen. Unterzeichnet wurde es von Sunita Schröder und Alexander Katzung. Danach folgte unsere Delegation der Einladung der Stadt Todi zu einer gemeinsamen Feier mit den Gästen aus den Partnerstädten und den offiziellen Delegationen.
Während unseres Aufenthalts konnten wir auch das Fest „La Disfida di San Fortunato“ miterleben. Vor mittelalterlicher Kulisse präsentierten die Einwohner Todis prachtvolle und detailreiche Kostüme, die mit der historischen Umgebung zu verschmelzen schienen. Die Teilnehmenden trugen die Gewänder nicht nur, sondern verkörperten mit großer Hingabe die dargestellten Figuren. Sie blieben ganz in ihren Rollen und nahmen keinen direkten Kontakt zu den Zuschauern auf. Den Abschluss der Festtage bildete ein festlicher Umzug in historischen Kostümen.
Während dieser fünf Tage durften wir eine tiefe Verbundenheit mit unserer Partnerstadt erleben. Exkursionen zu den alten Wasserspeichern von Todi, zur Kathedrale von Spoleto sowie Stadtführungen zu den markanten Plätzen und Gebäuden vermittelten uns eindrucksvolle Einblicke in die Geschichte der Region. Gemeinsame Essen mit unseren Freunden rundeten das Programm ab.
Der Abschied war sehr herzlich und geprägt von der erneuten Bekräftigung unserer Freundschaft und dem Wunsch nach einem baldigen Wiedersehen. Ich war schon oft in Italien, doch einen so persönlichen Einblick in das Leben und die Herzlichkeit der Menschen habe ich zum ersten Mal in unserer Partnerstadt erleben dürfen.


„La Disfida di San Fortunato“ in mittelalter
licher Kulisse mit wundervollen, detailreichen
Kostümen

Unterzeichnung des Freundschaftsprotokolles zwischen Todi und Melsungen, v. l. Elisabeth Arnault (Stell
vertretende Vorsitzende des Städtepartnerschaftskomitees mit Dreux), Bügermeister Pierre Frederic Bil
let (Bürgermeister von Dreux), Antonino Ruggiano (Bürgermeister von Todi), Marisa Giontella (Vorsitzende
des Städtepartnerschaftsvereins von Todi) Alexander Katzung (Stadtrat Melsungen) und Sunita Schröder
(Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins von Meslungen)